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US-Dollar unter Druck | -07. Mai 2014- | 14:00 |


In der größten Volkswirtschaft der Welt deuten gute Konjunkturdaten auf eine ordentliche Stabilisierung der Wirtschaft hin. Anscheinend so gut, dass deren Zentralbank, die amerikanische FED, sich in der Situation sieht, ihre Anleihekäufe weiter zu reduzieren und zwar um weitere 10 Mrd. US-Dollar monatlich. Damit beträgt die monatliche Summe, die die amerikanische Zentralbank für den Kauf von Anleihen und Hypothekenpapiere ab Mai bereitstellt, noch 45 Mrd. US-Dollar.
Der Einstieg in den Ausstieg der Politik des billigen Geldes, der vom ehemaligen FED-Chef Ben Bernanke begonnen wurde, wird somit von der jetzigen Amtsinhaberin, Janet Yellen, konsequent fortgeführt. Die bisherigen Auswirkungen auf die, wenn man so will, etwas restriktivere Geldpolitik waren für den US-Dollar wenig gewinnbringend. Er notiert derzeit auf einem Mehrmonatstief.

Aktien - Der S&P-Future legt wieder den Rückwärtsgang ein, nachdem er den Widerstand bei 1878 Punkten und den letzten Hochpunkt von vor 10 Tagen nochmals marginal überschritten hat. Es deutet sich damit eine mögliche Divergenz an. Unter 1844 Punkten könnte sich dadurch die Abwärtssituation entsprechend beschleunigen. Ein nochmaliges Überschreiten des Hochs bei 1886 Punkten wäre dann zunächst wenig wahrscheinlich.
Am deutschen Aktienmarkt hat der DAX-Future kürzlich ebenfalls eine dementsprechende Widerstandzone zwischen 9605 und 9630 Punkten etabliert, welche auch hier für entsprechenden Abwärtsdruck sorgt.
Führt diese, seit vier Tagen laufende Abwärtstendenz an den Aktienmärkten allerdings nicht relativ zeitnah dazu, dass die "Bären" einen Erfolg verzeichnen können, rückt eine Deckungswelle immer näher.

Rohstoffe - Gold hat sich nach einem kleinen down-dip wieder in Richtung 1320 US-Dollar "vorangearbeitet". Schafft der Gold-Future die 1320er Dollar-Marke, sollte sich die Aufwärtsbewegung in der Folge auch beschleunigen.
Nach unten dominieren die Support-Bereiche bei 1280 und 1262 US-Dollar weiterhin. Für die angedachte Aufwärtsbewegung wäre jedoch bereits ein erneutes Unterschreiten der letzten beiden Tiefpunkte (1272/1268) leicht suboptimal.
Als Folge seiner seit einiger Zeit anhaltenden relativen Schwäche hat der Silber-Future in der letzten Woche nun auch ein neues Jahrestief markiert, von wo aus es dann allerdings, wie an der Schnur gezogen, wieder aufwärts ging und die technisch wichtige Zone zwischen 18,75 und 19,20 US-Dollar wieder überschritten wurde.
Bei der hier vorliegenden Situation handelt es sich dann möglicherweise um eine sogenannte "kickout"-Bewegung. Hierbei werden markante Niveaus kurzfristig unterschritten und kurze Zeit später wieder deutlich zurückerobert. Stop-Fishing ist ein anderes Stichwort im gleichen Zusammenhang.
Durch diesen starken Anstieg nach dem Down-Break hat Silber jedoch allenfalls seine taktische Situation verbessert. Denn aus einer sehr angeschlagenen technischen Situation ist dadurch bestenfalls wieder eine, zumindest technisch kalkulierbare Situation geworden. Denn der Bereich zwischen 18,95 bis 19,10 US-Dollar bietet nun wieder ansprechenden Support, zumindest für die Gruppe der Berufsoptimisten.
Der nächste wichtige Widerstand bei etwa 20 US-Dollar verläuft allerdings in unmittelbarer Nähe und dann bei 20,50 US-Dollar befindet sich bereits ein entsprechendes Key-Level. Erst das Erreichen bzw. Überschreiten dieser Niveaus eröffnet dem Silberpreis dann wieder nachhaltigeres Aufwärtspotential.
Palladium, Mais und Weizen liegen gut in ihren jeweiligen Aufwärtstrends, wobei insbesondere im Mais der kurze Rückgang Ende letzter Woche zu Beginn dieser Woche wieder sehr gut gekontert wurde.
Kupfer reagiert am Widerstand bei 3,10 mit entsprechenden Abverkäufen erwartungsgemäß, könnte sich aber bald oberhalb seines guten Supports für einen möglichen Ausbruch nach oben positionieren.

Devisen - Der US-Dollar hat durch seine jüngste Entwicklung einiges an Porzellan zerschlagen. Er setzt seine Abwärtsentwicklung nicht einfach nur fort, sondern gewinnt zudem auch an Abwärtsdynamik. Kein wirklich gutes Zeichen für Dollaroptimisten.
Der Euro bleibt demzufolge natürlich in aussichtreicher Position und steht kurz vor dem Erreichen eines neuen Mehrmonatshochs.
Der CADUSD-Future hat fast exakt auf dem für einen Trendwechsel angedachten Support-Niveau wieder nach oben gedreht. Ein erstes Kursziel liegt hier bei knapp 0,9300.
Der AUDUSD-Future hat diesen Trendwechsel bereits vor Wochen angezeigt und sogar der gefühlt dauerhaft schwache Japanische Yen zeigt im Verhältnis zum US-Dollar (JPSUSD-Future) bei einem Überschreiten des Widerstandes interessante Anzeichen, die auf einen zumindest zwischenzeitlichen Trendwechsel hindeuten könnten.

Zinsen - Der Bund-Future bleibt in der Aufwärtsspur, jedoch auf technisch bereits ambitioniertem Niveau. Übertreibungen nach oben sind jederzeit noch möglich und deren Ablauf muss dann genau beobachtet werden. Es gilt den positiven Trend so weit zu Reiten, wie es eben möglich ist.
Nach unten sind die Geschehnisse um 144,10 sehr genau unter die Lupe zu nehmen.

Viel Erfolg wünscht Ihnen
Wolfgang Schmitz
Trader und Analyst



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