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Die EZB-Sitzung in der abgelaufenen Woche hatte einiges zu bieten. So wurde den Märkten nicht nur eine
geldpolitische Lockerung zum nächsten Termin im Juni in Aussicht gestellt.
EZB-Präsident Mario Draghi verbalisierte außerdem recht deutlich sein Missfallen am derzeit hohen Eurokurs und
verursachte dadurch derart heftige Reaktionen an den Devisenmärkten, wie man sie sonst nur von tatsächlichen
Eingriffen seitens der Notenbanken ins Währungsgefüge kennt.
Nachdem der Euro im Vergleich zum US-Dollar (EURUSD-Future) am Donnerstag mit 1,3993 ein Mehrmehrmonatshoch
erreichte, kam es fortan zu starken Abverkäufen in der Gemeinschaftswährung, die den Kurs bis zum
Wochenschluss wieder bis auf 1,3745 fallen ließen.
Man darf sich dessen wohl gewiss sein, dass Draghi den Zeitpunkt seiner Verbalintervention sehr bewusst
ausgewählt haben dürfte, den der Euro befand sich in einer positiven technischen Gesamtkonstellation,
in der ein nachhaltiger Ausbruch nach oben möglicherweise in einer neuen und stabilen Aufwärtstrendsituation
verlaufen wäre.
Da sich eine einmal laufende Trendbewegung dann viel schwieriger wieder einfangen und kontrollieren lässt
als dies in der Nähe vormaliger Hochpunkte der Fall ist, verfehlten die Aussagen Draghis zu diesem
Zeitpunkt die beabsichtigte Wirkung nicht.
Nun gestaltet sich die Situation für den Euro ungleich schwieriger, denn bei 1,3768 wurde bereits die erste
von drei Key-Level-Zonen nach unten durchschritten. Etwa auf Schlusskursniveau vom Freitag befindet sich jetzt noch
leichter Support, der jedoch am Montag auch ganz schnell Geschichte sein kann.
Sollte auch das zweite Key-Level bei 1,3669 Opfer der augenblicklichen Abwärtsdynamik werden, dürfte Draghis
Mission, den Kursanstieg des Euro zu unterbinden, zusehends von Erfolg gekrönt werden.
Ganz bestimmt wäre damit zumindest Zeit gewonnen, denn einer Rückkehr zu einem EUR/USD-Verhältnis von über
1,40 würden dann sehr viele starke Widerstände im Wege stehen, so dass sich dieses Unterfangen als sehr
schwierig gestalten würde.
Auf der downside ergeben sich dann erst zwischen 1,3550 und 1,3600 wieder gute Support-Bereiche.
Ein Unterschreiten des Februar-Tiefpunktes bei knapp unter 1,3500 würde dem Euro allerdings auf längere Sicht erhebliche Probleme bereiten.
Möglicherweise würde der Euro eine solche Situation sogar zum Anlass nehmen, für längere Zeit abzutauchen.
Die EZB wäre ihrem Ziel damit näher gekommen, ohne dass sie dafür viele Milliarden für eine
Devisenmarktintervention hätte aufbringen müssen. Auf das richtige Timing kommt es eben an - auch für die Worte des EZB-Präsidenten!
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Wolfgang Schmitz
Trader und Analyst
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